Budapest. Novi Sad.

Written by Esther on Sonntag April 24, 2016 - Permalink -

Es ist mal wieder soweit für ein Update, ich bin wieder bei einem warmshowers Gastgeber, diesmal in Novi Sad. Gestern abend bin ich nach Serbien und in die Stadt gefahren, die nach mehreren Tagen Dörfern und sehr ländlicher Gegend eine echte Überraschung ist, mit einem super schönen Zentrum, einer alten Festung an der Donau und sehr gepflegt und modern! In Budapest hingegen war besonders die Einfahrt mit dem Rad eine ziemliche Katastrophe. Ich hatte geplant an dem Tag durch Budapest durchzufahren, aber durch viele Straße fahren, schlechte Radwege und extrem viel Verkehr wurde es immer später am Tag. Also hatte ich überlegt im Süden der Stadt zu einem Campingplatz zu fahren, und war dann auch abends dort, nur als ich ein Radfahrerpaar fragte, stellte sich heraus, dass dort kein Campingplatz, sondern nur ein Sommercamp ist! Da es abend war, und es immer noch ein ganzes Stück war, bis man aus der Stadt rauskam, war ich umso dankbarer, als mir die Frau vorschlug, dass ich in einem der Waisenhäuser übernachten könnte, in denen sie arbeitet, und bin abends noch nur mit einer Adresse und grober Beschreibung auf die Suche gegangen. Am Ende und mit Händen un Füßen - weil ich wirklich kein Wort ungarisch verstehe - habe ich es dann noch gefunden, und es hat sich herausgestellt dass dort in einem Haus 12 16-17-jährige wohnen, die keine andere Bleibe haben und die meisten Probleme mit Drogen hatten oder Prostiuierte waren. Wovon man nichts merken wüde, denn alle gehen brav um 10 ins Bett um um 6 aufzustehn und in die Schule zu gehen. Beeindruckend war auch Akoz, der dort nachts Aufsicht macht, und tagsüber Sportmassage macht, und von seinem Projekt erzählte, die vrsuchen solche Häuser in mehr Städten zu unterhalten und die auch Flüchtlinge mit Lebensmitteln versorgen, wenn die mit dem Zug durch Ungarn fahren.

Nach Budapest war es erstmal 2-3 Tag ruhiger, bis ich Freddie und Pierre traf, einen deutschen un Franzosen, die auch zusammen nach China fahren, etwas langsamer als ich, und mit einem etwas anderen Routenplan. Ich hatte schon vor Wien von ihnen von einem entgegenkommenden Tourenradler gehört, weil Pierre ein ziemlich abgefahrenes sogenanntes Tall-bike fährt, bei dem er 1-2 Meter höher sitzt als ein normaler Radler! Gestern abend habe ich es dann dem Zufall überlassen mit ihnen etwas frühzeitig zu campen, oder in Novi Sad bei Milan zu übernachten, und da Milan spontan ja sagte, konnte ich hier duschen und Wäsche waschen, was ein echter Glücksfall ist, da ich in Belgrad keinen Gastgeber finden konnte und es heute ausnahmsweise mal wieder regnet!

Weiter gehts nach Sofia, von wo ich einmal zurückfliege und wieder hin (@Daniela: Wenn alle klappt, komme ich mit Zeno. Aber es trifft ich gut, ich kann etwas Gepäck reduzieren, meinen Pass holen, mich ummelden und Zeno beim Kram umziehen helfen, und ihn mit nach Sofia bringen)!

Lieben Gruß an alle!!!